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Steuerberatung - Seite 16

Neue Grundsätze für Vollmachtserteilung

18 Januar 2016
Przemysław POWIERZA
Zum 1. Januar 2016 traten die neuen Vorschriften der Abgabenordnung (AO) in Kraft, die sich auf die Arten der Vollmachten und Wege für ihre Erteilung durch Steuerpflichtige beziehen. Die Änderungen wurden mit dem Gesetz vom 10. September 2015 über Änderung des Gesetzes – Abgabenordnung und einiger anderer Gesetze (GBl. 2015 FN. 1649) eingeführt. Nachfolgend möchten wir Ihnen die wichtigsten Folgen dieser Änderungen präsentieren, die zu beachten sind, falls Sie vor einer Finanzbehörde von einem Bevollmächtigten vertreten werden.

NEUE STEUERERMÄSSIGUNG FÜR F&E-TÄTIGKEIT

12 Januar 2016
Przemysław POWIERZA
Am 1. Januar 2016 trat das Gesetz vom 25. September 2015 über Änderung einiger Gesetze in Zusammenhang mit der Innovationsförderung (nachstehend: „Gesetz” genannt) in Kraft. Mit diesem Gesetz wurden deutliche Änderungen in Bezug auf mögliche Abzüge im Bereich der Ertragsteuern eingeführt. Die Vorschriften zur Bestimmung von Abzugsgrundsätzen im Rahmen der sog. technologischen Steuerermäßigung wurden aufgehoben. Diese wurde durch die neue Steuerermäßigung für Forschungs- und Entwicklungstätigkeit ersetzt.

Standard Audit File for Tax Purposes (SAF-T) ab 1. Juli 2016

5 Januar 2016
Przemysław POWIERZA
Am 5. Oktober 2015 wurde von dem Präsidenten das Gesetz vom 10. September 2015 über Änderung des Gesetzes – Abgabenordnung und einiger anderer Gesetze (GBl. 2015 FN. 1649) unterzeichnet. Mit diesem Gesetz wird das Konzept für das sog. Standard Audit File for Tax Purposes (SAF-T), d.h. eine durch OECD entwickelte Idee umgesetzt, die auf Steuerpflichtige, die Aufstellungen und Aufzeichnungen für steuerliche Zwecke EDV-gestützt führen, die Pflicht auferlegt, diese Aufstellungen und Aufzeichnungen sowie Buchungsbelege als Dateien im XML-Format vorzulegen. Dank diesem Format können Finanzbehörden unter Anwendung der entsprechenden IT-Algorithmen erforderliche betroffene Daten automatisch aussondern und überprüfen.

Verrechnungspreise nach neuen Regelungen

22 Dezember 2015
Am 27. Oktober 2015 wurde von dem Präsidenten das Gesetz über Änderung des Einkommensteuergesetzes, des Körperschaftsteuergesetzes und einiger anderer Gesetze unterzeichnet (nachstehend: „Gesetz” genannt), mit dem u.a. die gründlichen Änderungen in Bezug auf die Erstellung der Verrechnungspreisdokumentation eingeführt werden. Der Umfang dieser Änderungen wurde Ihnen in einer unserer bisherigen Veröffentlichungen (Tax Alert 6/2015) angedeutet. Letztendlich weichen sie aber wenig davon ab, was in den Gesetzesentwürfen enthalten wurde. Die Änderungen treten stufenweise in Kraft: der geringere Teil davon zum 1. Januar 2016 und die meisten zum 1. Januar 2017. Nur diese bezüglich der länderbezogenen Berichterstattung (Country-by-Country Reporting) gelten bereits ab diesem Jahr, dagegen besteht die Pflicht für Anwendung sonstiger Regelungen ab 1. Januar 2017.

Neue Vorlage des Steuerformulars PIT-11

21 Dezember 2015
Die Einkommensteuerzahler sollen beachten, dass auf das von den Steuerpflichtigen im Jahr 2015 erzielte Einkommen die neue Vorlage des Steuerformulars PIT-11 anzuwenden ist. Es gilt als Information über Einkommen und erhobene Einkommensteuervorauszahlungen und wurde mit der Verordnung des Finanzministers vom 14. November 2014 geändert.

Steuer auf großflächige Geschäfte

16 Dezember 2015
Przemysław POWIERZA
Die polnische Regierung hat vor, im Jahr 2016 die Steuer auf großflächige Geschäfte einzuführen, mit der große Handelsketten belastet werden. Sie hat zum Ziel, kleine inländische Familiengeschäfte zu fördern. Erste Regelungen bezüglich dieser Steuer wurden im Gesetzesentwurf vom 15. September 2015 dargestellt, in dem u.a. die Besteuerung der Subjekte vorgesehen wird, die den Handel in den Geschäften mit der Verkaufsfläche von mehr als 250 qm betreiben. Zurzeit wird durch die Regierung präzisiert, dass nach dem geänderten Gesetzesentwurf die Besteuerung der Geschäfte nicht von der Fläche, sondern von dem generierten Umsatz abhängig sein wird.

Das Gespenst der zentralisierten Buchhaltung und des sog. Tax Compliance

14 Oktober 2015
Przemysław POWIERZA
Der Steuerberater ist grundsätzlich dafür da, damit das Geschäft im Vordergrund bleiben kann und durch eventuelle steuerliche Probleme nicht zu stark betroffen wird. Wir versuchen stets mit unseren Mandanten so einen Zustand gemeinsam zu erreichen, dass man das Modell des Geschäfts erreicht, wo die Devise „business first“ herrscht. Die etwaigen Analysen (auch für interne, mit dem Controlling zusammenhängende Zwecke) sollen natürlich optimiert werden, darunter auch Steuerabrechnungen, sie sollen aber zugleich im Hintergrund bleiben. Das Geschäft wird ja niemals deswegen geführt, weil man einen Jahresabschluss aufstellen will oder eine Steuer zahlen möchte. Dies sind vielmehr nicht wirklich gewollten Konsequenzen dieses Geschäfts.

Medienabrechnung in Bezug auf Vermietungsleistung

14 Oktober 2015
Przemysław POWIERZA
Am 10. Juli 2015 wurde durch das Oberverwaltungsgericht (NSA) aufgrund der umsatzsteuerrechtlichen Vorschriften (VAT) das Urteil mit dem Aktenzeichen I FSK 944/15 über die Weiterbelastung der Medienkosten erlassen. Das ist die erste Entscheidung nach dem Urteil des EuGH vom 16. April 2015 in der Rechtssache C-42/14 betreffend die Vermietung und Weiterbelastung der Medienkosten. In Zusammenhang mit der neulichen Veröffentlichung der schriftlichen Urteilsbegründung des polnischen Oberverwaltungsgerichts möchten wir Ihnen unsere Meinung über diese Begründung präsentieren, die sich auf die Abrechnung der Umsatzsteuer auf Medienkosten in Bezug auf die Vermietungsleistung erheblich auswirken kann.

Medienabrechnung in Bezug auf Vermietungsleistung

30 September 2015
Am 10. Juli 2015 wurde aufgrund der umsatzsteuerrechtlichen Vorschriften das Urteil über die Weiterbelastung der Medienkosten durch das Oberverwaltungsgericht (NSA) erlassen. In diesem Urteil stellte das Oberverwaltungsgericht fest, dass die Lieferung der Medien von der Vermietungsleistung grundsätzlich getrennt zu behandeln und somit separat von der Vermietung einer Wohnung bzw. Räumlichkeit zu besteuern ist.

Wozu braucht man heute steuerliche Interpretation?

22 September 2015
Przemysław POWIERZA
Als Anfang 2003 die ersten Bestimmungen über die Auslegung der steuerrechtlichen Vorschriften in die Abgabenordnung aufgenommen wurden, verkündete das Finanzministerium seinen großen Erfolg. Den Steuerpflichtigen wurde mitgeteilt, dass von nun an die Rechtssicherheit erheblich steigt, weil die Art und Weise, auf welche die Vorschriften auszulegen und anzuwenden sind, praktisch im Voraus bekannt sein wird. In Praxis – wie es meistens vorkommt – erwies sich, dass die Sicherstellung der Einheitlichkeit der vergebenen Interpretationen (zunächst waren sie bei dem Vorsteher jedes Finanzamtes zu beantragen, jetzt werden sie ausschließlich von einigen bestimmten Leitern der Oberfinanzdirektionen vergeben) und Festlegung des Umfangs des Schutzes, der dadurch den fragenden Steuerpflichtigen gewährleistet wird, sehr problematisch sind. Dann erschien aus Initiative des Oberverwaltungsgerichts die „Geister-Interpretation” – zwar vergeben, aber immer noch nicht zugestellt. Darüber hinaus gibt es jetzt auch eine andere Schwierigkeit – falls die erhaltene Interpretation nach dem Standpunkt des Steuerpflichtigen den Rechtsvorschriften nicht entspricht, dann ist er gezwungen, auf die endgültige Entscheidung sogar...5 Jahre zu warten. Das Problem liegt darin, dass sich die Vorschriften in dieser Zeit mehrmals ändern können, während der Steuerpflichtige auf die Ausübung der Geschäftstätigkeit verzichtet. Nicht jeder kann sich (sowohl mental, als auch finanziell) leisten, gegen den Strom zu schwimmen.

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