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Kommanditgesellschaften als Körperschaftsteuerpflichtige? Neue Revolution in Ertragsteuern möglich

In den letzten Tagen wurde auf der Webseite des Ministerrates die Mitteilung über geplante Änderungen in dem Einkommensteuergesetz und Körperschaftsteuergesetz veröffentlicht. Der Mitteilung zufolge soll die Besteuerung mit der Körperschaftsteuer aufgrund der Änderungen auf die Kommanditgesellschaften und in Sonderfällen auch auf Offene Handelsgesellschaften erstreckt werden.

Bestimmt ist das keine gute Nachricht für Gesellschafter der Kommanditgesellschaften  – die steuerliche Transparenz war nämlich einer der Hauptgrunde für die Ausübung der Geschäftstätigkeit als solch eine Personengesellschaft. Man soll nicht vergessen, dass die Idee der Besteuerung von Kommanditgesellschaften bereits vor einigen Jahren in Erwägung gezogen wurde, aber letztendlich entschied man sich auf die Erstreckung der Körperschaftsteuer nur auf die Kommanditgesellschaften auf Aktien. Alles weist jedoch darauf hin, dass wahrscheinlich schon ab 2021 auch die Kommanditgesellschaften die Körperschaftsteuer zahlen werden müssen.

Zwar wurde der Gesetzesentwurf noch nicht bekannt gegeben, aber seine Voraussetzungen lassen keine Zweifel offen.

Der Ministerrat  möchte das Steuersystem u.a. dadurch straffen, dass unter den „Anwendungsbereich des Körperschaftsteuergesetzes die Kommanditgesellschaften mit dem Sitz oder der Geschäftsführung auf dem Gebiet der Republik Polen fallen werden”.

Die ersten Entwurfsvoraussetzungen sehen sogar vor, dass die Körperschaftsteuer auch von den Offenen Handelsgesellschaften zu zahlen ist, bei denen die Einkommensteuerpflichtige, die sich an dem Gewinn der OHG beteiligen, nicht offen gelegt  werden, was die Möglichkeit der Einkommensteuerhinterziehung durch diese Subjekte verursacht.

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Auch andere Änderungen, die der Entwurf enthalten soll, können für viele Steuerpflichtige relevant sein. Man überlegt nämlich die Einführung der Einschränkung bei der Verrechnung von Verlusten, Auferlegung der Pflicht zur Erstellung und Bekanntgabe der Steuerpolitik auf alle Körperschaftsteuerpflichtige, Erhöhung der Höchstgrenze von 1,2 Mio. EUR auf 2 Mio. für die Inanspruchnahme des herabgesetzten KSt-Satzes von 9% sowie die Anpassung der nationalen Regelungen betreffend die Einkunftsarten, aus denen steuerlich Nichtansässige die Einkünfte erzielen, an internationale Standards. Die meisten von den insgesamt Dutzend Änderungen zielen auf die „Straffung des Steuersystems” ab. Nur wenige davon sind als günstig für Steuerpflichtige anzusehen.

Sobald der Entwurf des Änderungsgesetzes veröffentlicht wird, teilen wir Ihnen die Details über die geplanten Änderungen mit.

Sollten Sie Fragen dazu haben oder möchten Sie dieses Thema näher besprechen, dann steht Ihnen unser Experte Piotr LISS jederzeit gerne zur Verfügung.

e-mail: ekspert@rsmpoland.pl

tel. +48 61 8515 766

fax +48 61 8515 786

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