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Individuelles Steuer-Bankkonto

Das individuelle Steuer-Bankkonto wird für die einzelnen Steuerpflichtigen generiert und dient für Zahlungen von PIT (ESt), CIT (KSt) und VAT (USt). Seit 1. Januar 2020 haben die Steuerpflichtigen und Arbeitgeber (Steuerzahler) die vorgenannten Steuern an das jeweilige Finanzamt mittels dieses Kontos zu zahlen.

Das individuelle Steuer-Bankkonto kann man via einen auf der Webseite podatki.gov.pl  bereitgestellten Generator prüfen bzw. beim beliebigen Finanzamt mitgeteilt bekommen. Das Generieren des individuellen Steuer-Bankkontos ist unentgeltlich. Eine natürliche Person, die weder Geschäftstätigkeit ausübt noch als Umsatzsteuerpflichtiger registriert ist, kann ihre  individuelle Steuer-Bankkontonummer prüfen, indem sie in den Generator ihre PESEL-Nummer eingibt. Die Gewerbetreibenden, Umsatzsteuerpflichtigen und Zahler der vorgenannten Steuern sowie der Sozial- und/oder Krankenversicherungsbeiträge haben dagegen ihre Steuernummer (NIP) einzugeben. Die einmal vergebene individuelle Steuer-Bankkontonummer bleibt unverändert sogar im Falle der Änderung der Wohnadresse, Zuständigkeit des Finanzamtes oder des Namens. Das generierte individuelle Steuer-Bankkonto steht jeder Person rund um die Uhr zur Verfügung. Seine Nummer kann man immer und überall prüfen – man braucht dazu nur den Internetzugang.

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Das individuelle Steuer-Bankkonto lässt Zahlungen für folgende Steuern und Abgaben vornehmen:

  • PIT (PIT-28, PIT-28S, PIT-36, PIT-36L, PIT-36S, PIT-36LS, PIT-37, PIT-38, PIT-39, PIT-4R, PPL, PIT-7, PIT-8AR, PIT-CFC). Das gilt auch für Zahlungen der Quellensteuer (IFT-1/IFT-1R);
  • VAT (VAT-7, VAT-7K, VAT-7D, VAT-8, VAT-9M, VAT-10, VAT-12, VAT-14, VAP-1, VAI, VAT-IM, VAT-In);
  • CIT (CIT-6AR, CIT-6R, CIT-8, CIT-8AB, CIT-8A, CIT-8B, CIT-9R, CIT-10Z, CIT-11R, CIT-14, CIT-CFC). Das gilt auch für Zahlungen der Quellensteuer (IFT-2/IFT-2R);
  • nichtsteuerliche Abgaben.

Jeder Steuerpflichtige in Polen soll über eine steuerliche ID, d.h. PESEL-Nummer oder Steuernummer (NIP) verfügen. Bei ihrem Fehlen ist der ausstehende Steuerbetrag auf das individuelle Steuer-Bankkonto des jeweiligen Finanzamtes gemäß dem Verzeichnis der Bankkontonummern der Finanzämter der Landesfinanzverwaltung (KAS) zu zahlen. Dort gibt es auch die genauen Erläuterungen, auf welches Konto die einzelnen Steuern zu entrichten sind. In solch einem Fall muss man im Verwendungszweck der Überweisung die Nummer des Identitätsnachweises, z.B. des Reisepasses oder Personalausweises angeben, so dass das Finanzamt die jeweilige Person identifizieren und die Zahlung richtig abrechnen kann.

Die bisherigen Bankkonten der Finanzämter für PIT-, CIT- und VAT-Zahlungen waren nur bis 31. Dezember 2019 aktiv, seither ist dafür ausschließlich das individuelle Steuer-Bankkonto zu nutzen.

Ein Steuerpflichtiger, der zum Zeitpunkt der Überweisung keine Steuerrückstände hat, kann frei bestimmen, welche Art der Steuerverbindlichkeit, d.h. PIT, CIT, VAT bzw. eine andere er begleichen möchte. Wird in dem Verwendungszweck die abzurechnende Steuer nicht genannt, dann wird der Vorsteher des Finanzamtes die älteste fällige Steuerverbindlichkeit abrechnen. Hat der jeweilige Steuerpflichtige Steuerrückstände gegenüber dem Finanzamt, dann wird die geleistete Zahlung auf den ältesten Steuerrückstand bei der durch den Steuerpflichtigen genannten Steuerart angerechnet und falls diese Steuerart von ihm nicht genannt wurde bzw. keine Steuerrückstände bei der genannten Steuerart vorliegen – auf den ältesten Steuerrückstand unter allen Steuerrückständen dieses Steuerpflichtigen.

Im Falle anderer Steuern als PIT, CIT und VAT erfolgen die Zahlungen nach den bisher geltenden Grundsätzen, d.h. auf die Steuer-Bankkonten der Finanzämter gemäß dem Verzeichnis der Bankkontonummern der Finanzämter der Landesfinanzverwaltung (KAS).

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Sollten Sie Fragen dazu haben oder möchten Sie dieses Thema näher besprechen, dann steht Ihnen unser Experte Maciej GÓRSKI jederzeit gerne zur Verfügung.

e-mail: ekspert@rsmpoland.pl

tel. +48 61 8515 766

fax +48 61 8515 786

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