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Ab 2018 günstige Änderungen bei der F&E-Steuerermäßigung

 

In den letzten Tagen wurde durch das Ministerium für Wissenschaft und Hochschulbildung der Gesetzesentwurf über Änderung einiger Gesetze zur Verbesserung der Rechtsumgebung für Innovationstätigkeit (im Weiteren: Gesetzesentwurf) bekannt gemacht. Obwohl der Gesetzesentwurf noch nicht an den Sejm zur Debatte weitergeleitet wurde, lohnt es sich, sich mit dessen wichtigsten Vorgaben vertraut zu machen, um sie bei der Planung der Inanspruchnahme der Steuerermäßigung für Forschungs- und Entwicklungstätigkeit (im Weiteren: F&E-Steuerermäßigung) nach 1. Januar 2018 zu berücksichtigen.

 

Die meisten von geplanten Änderungen sind für Steuerpflichtige günstig, indem sie den Umfang des ihnen im Rahmen der F&E-Steuerermäßigung zustehenden Abzugs erweitern. Manche Änderungen bestimmen näher die Vorschriften, wodurch die bisherigen Auslegungszweifel behoben werden.

Nachfolgend wurden die aus unserer Sicht wichtigsten Änderungen zusammengestellt:

  • Der Gesetzesentwurf sieht die Erhöhung der Abzugsgrenzen für förderfähige Ausgaben bis auf 100% ungeachtet der Größe des Steuerpflichtigen vor. Für Unternehmer mit dem Status eines Forschungs- und Entwicklungszentrums wird dieser Abzug noch höher sein (die Abzugsgrenze wird sogar bis auf 150% erhöht).
  • In dem Gesetzesentwurf wurde näher bestimmt, dass als förderfähige Ausgaben auch Löhne und Gehälter sowie Beiträge der Arbeitnehmer gelten können, welche nur einen Teil ihrer Arbeitszeit der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit widmen. In solch einem Fall sind förderfähige Ausgaben nur die Aufwendungen in dem Teil, in welchem die für Durchführung der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit bestimmte Zeit in der gesamten Arbeitszeit des jeweiligen Arbeitnehmers enthalten ist.
  • Man plant, in den Katalog der förderfähigen Ausgaben die aus den Werk- und Dienstleistungsverträgen ausgezahlte Vergütung einzubeziehen. Sie wird bei der F&E-Steuerermäßigung verhältnismäßig, unter Berücksichtigung der tatsächlichen Beteiligung der jeweiligen Person an der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit mitberücksichtigt.
  • Der Gesetzesentwurf sieht die Erweiterung des Katalogs der förderfähigen Ausgaben um die Anschaffungskosten für Nutzungsdienstleistungen von wissenschaftlichen Instrumenten und Geräten sowie Forschungsinstrumenten und -geräten und um die Anschaffungskosten für Spezialausstattung, insbesondere für Laborgeschirr und -geräte sowie Messgeräte vor.
  • In dem Entwurf wird näher bestimmt, dass als förderfähige Ausgaben ausschließlich Aufwendungen für Gutachten, Beurteilungen, Beratungsdienstleistungen und gleichwertige Dienstleistungen gelten, die aufgrund eines Vertrags durch eine Forschungseinrichtung im Sinne des Gesetzes über Grundsätze für Forschungsfinanzierung durchgeführt bzw. erstellt werden. Der bisherige Wortlaut der Vorschriften, welche dieses Thema regelten, war Gegenstand von wichtigen Auslegungszweifeln.
  • Die Unternehmen aus der Sonderwirtschaftszone, die bisher kein Recht auf die Inanspruchnahme der F&E-Steuerermäßigung hatten, werden dazu berechtigt sein, aber nur in Bezug auf die förderfähigen Ausgaben, die keine Ausgaben für Ausübung der Geschäftstätigkeit in der Sonderwirtschaftszone sind.
  • Der Gesetzesentwurf sieht besondere Vorzüge bei der Inanspruchnahme der F&E-Steuerermäßigung für Subjekte mit dem Status eines Forschungs- und Entwicklungszentrums vor, der ihnen aufgrund des Gesetzes über einige Formen der Förderung für Forschungs- und Entwicklungstätigkeit vergeben wurde.

 

Gemäß dem Gesetzesentwurf sollen diese Änderungen ab 1. Januar 2018 gelten. Wir möchten Sie jedoch darauf aufmerksam machen, dass dieser Gesetzesentwurf erst in der frühen Bearbeitungsphase ist, deswegen lässt sich nicht eindeutig feststellen, ob die gesamten Änderungen endgültig in Kraft treten.

Über aktuelle Arbeiten in diesem Bereich werden Sie von uns informiert.

 

Sollten Sie Fragen dazu haben oder möchten Sie dieses Thema näher besprechen, dann steht Ihnen unser Experte Przemysław POWIERZA jederzeit gerne zur Verfügung.

E-Mail: ekspert@rsmpoland.pl

Tel. +48 61 8515 766

Fax +48 61 8515 786