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Mitteilung des Abschlussprüfers

Während wir zu Ihnen über verschiedene Kommunikationskanäle gelangten, schenkten wir viel Aufmerksamkeit den Besonderheiten der Arbeit eines Abschlussprüfers und den Fragen bezüglich seiner (richtigen) Wahl. Jetzt möchte ich Sie daran erinnern, welche Vorteile die Abschlussprüfung mit sich bringt. Wie früher erwähnt, lohnt es sich, in dem Abschlussprüfer einen langfristigen Geschäftspartner zu haben. Jetzt möchten wir zeigen, wie es in der Praxis aussieht, d.h. welche Vorteile der Abschlussprüfer der geprüften Gesellschaft bringt und wofür der Mandant tatsächlich zahlt.

Leider ist die Abschlussprüfung für viele Unternehmen immer noch eine traurige Pflicht. Es kann doch anders sein. Der Besuch des Abschlussprüfers in dem Unternehmen kann für das zu prüfende Subjekt sehr nützlich sein. Ein Abschlussprüfer ist in der Regel ein ausgebildeter Profi mit einer großen beruflichen Erfahrung infolge der Durchführung von Prüfungen bei verschiedenen Subjekten, des Kennenlernens von verschiedenen Sektoren und der Ausarbeitung von Lösungen für verschiedene Probleme – sowohl dieser allgemein vorhandenen, als auch der selten auftretenden. Seine Bemerkungen während der durchgeführten Abschlussprüfung können sich als sehr wertvoll erweisen und an der zu prüfenden Gesellschaft einen richtigen Mehrwert bringen.

Die von dem Abschlussprüfer beim Unternehmensbesuch erteilten Hinweise können verschiedene Formen haben – von einem lockeren Gespräch bis auf die formelle Mitteilung an die Geschäftsführung/den Aufsichtsrat. Und über diese Mitteilung sagen wir jetzt ein paar Worte.

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Die Mitteilung an die Geschäftsführung – wann kann man von dem Abschlussprüfer verlangen, die vorherigen Absprachen formell niederzuschreiben?

Aus meiner Erfahrung – insbesondere mit den deutschsprachigen Mandanten – geht hervor, dass die Versendung einer Mitteilung an die Geschäftsführung und/oder den Aufsichtsrat nach jeder Abschlussprüfung eine gute Praxis ist. Auch in dem weiteren zu prüfenden Jahr ist solch eine Mitteilung erwartet, sogar wenn die von dem Abschlussprüfer zuvor gemeldeten Probleme behoben wurden. Ich würde sogar weiter gehen – bewusst dessen, dass ein formelles Schreiben eine größere Aussagekraft als ein Wort während des Treffens bzw. der Telekonferenz hat, würde ich mit der Mitteilung an die Geschäftsleitung bzw. den Aufsichtsrat der Gesellschaft bis zum Abschluss der Prüfung nicht warten. Meiner Meinung nach soll man die Zweifel bzw. Verbesserungsvorschläge noch vor dem Abschluss des Bilanzjahres zum Ausdruck bringen. Dann hat der Mandant die Zeit, die von dem Abschlussprüfer beschriebenen Themen in Erwägung zu ziehen, seine Anweisungen zu befolgen und die bisher begangenen Fehler zu korrigieren, z.B. durch die Verbesserung des internen Kontrollsystems. Insbesondere, falls der Abschlussprüfer in der Mitteilung genau andeutet, dass er die Antwort der Geschäftsführung bzw. des Aufsichtsrates erwartet uns diese anschließend verlangen wird.

Es ist zu beachten, dass die Mitteilung an die Geschäftsführung geheim und nur für die Geschäftsleitung der Gesellschaft bestimmt ist. Sie enthält die Inhalte, die nicht so bedeutend sind, dass sie das Prüfungsurteil des Abschlussprüfers in dem Prüfungsbericht beeinflussen können. Die Mitteilung an die Geschäftsführung und/oder den Aufsichtsrat berücksichtigt die Ideen und Konzepte, die während der Prüfung entstanden sind und von dem Unternehmen für die laufende Verbesserung seiner Lage genutzt werden können. Man soll sich vor der Mitteilung nicht fürchten – sie ist nicht entscheidend für die Einschränkungen im Bestätigungsvermerk und resultiert mit keinen zusätzlichen Angaben in dem Jahresabschluss. Sie kann dagegen der erste Schritt zur Heilung der Situation in der Gesellschaft durch die Bewegung der Führungskräfte zum Beginn von gründlichen Analysen zur Senkung des Steuerrisikos sein. Die Mitteilung soll sich zuerst an die lokale Geschäftsleitung richten, die die Möglichkeit haben soll, die bisherigen Handlungen zu analysieren und eventuell zu korrigieren. Oft erweist sich solch eine „Heilung” der Organisation als entscheidend für ihr Schicksal und ihre Ergebnisse. Man soll also alle Hinweise des Abschlussprüfers nicht nur in Bezug auf die Kosten der Abschlussprüfung alleine, die sowieso obligatorisch durchzuführen ist, sondern auch als einen wertvollen Rat betrachten, der am Ende des Tages viele Vorteile (große Ersparnisse) bringen kann. Deswegen sollen sogar die Subjekte, für welche die Prüfungspflicht nicht gilt, den Kontakt mit dem Wirtschaftsprüfer erwägen, der – nicht unbedingt in Form der Abschlussprüfung – ihre Bücher und das interne Kontrollsystem prüfen könnte. Solch ein Kommentar bzw. Bericht des externen Experten ist immer ein Mehrwert für die Gesellschaft.

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