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Gute deutsch-polnische Geschäftskontakte können nicht überschätzt werden

Przemysław POWIERZA
Steuerberater, Tax Partner bei RSM Poland
Head of German Desk

Wir sind in Polen etwas schizophren: auf der einen Seite (beinahe) jeder kennt sich in allen Themen bestens aus, darunter gilt als Experte in der aktuellen politischen Entwicklung, auf der anderen Seite präsentieren wir uns als eine weitgehend junge Demokratie, was sich deutlich in der überraschend niedrigen Wahlbeteiligung widerspiegelt. Generell machen wir uns aber keine größeren Sorgen über die aktuellen politischen Wirren, es sei denn sie schlagen sich in dem aktuellen Zustand der Wirtschaft nieder. Unsere westliche Nachbarn sind in dem Bereich etwas weniger ruhig. Nervöse Reaktionen auf die ersten Bewegungen der neuen Regierung sind definitiv spürbar. Die Steigerung der Währungskurse und zugleich Senkungen auf der Warschauer Börse könnten als Beweis für ihre Sorgen gelten. Vielleicht ist unsere Wirtschaft aus der deutschen Perspektive immer noch nicht so unabhängig von der Politik, wie man es im Falle der älteren westlichen Demokratien beobachtet? Sehr enge Kontakte zwischen unseren Beratern und Mandanten zeigen jedoch eindeutig, dass wir alle auf dem Geschäft konzentriert sind – wir versprechen uns nicht viel von der Politik, wir sind zugleich aber auch der Meinung, dass die Politiker auch nur noch einen begrenzten Einfluss auf die aktuelle wirtschaftliche Lage haben. Das Wichtigste bleibt nach wie vor: Geschäftskontakte zwischen Warschau und Berlin müssen reibungslos funktionieren. Schon lange mussten wir aber nicht über die Politik im Zusammenhang mit den aktuellen Geschäftsvorhaben unseren Mandanten diskutieren. Vieles spricht jedoch dafür, dass wir im Rahmen des German Desk auch diese Kompetenz nutzen müssen…

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