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Fusionen und Übernahmen als Lösung vieler Probleme

Katarzyna BUDA
Transaction Advisory Manager bei RSM Poland

Die auf dem heutigen Markt tätigen Unternehmen wachsen grundsätzlich organisch, indem sie ihre Erträge und Gewinne erhöhen sowie ihre Marktposition verbessern, was durch interne Maßnahmen wie Kundengewinnung, Einführung von weiteren Produkten und Dienstleistungen sowie Suche nach den neuen Absatzmärkten und -wegen erfolgt. Das organische Wachstum erfordert von den Führungskräften des jeweiligen Unternehmens, dass sie reibungslos und effektiv ihre Entscheidungen treffen sowie die Unternehmensstrategie planen. Deswegen ist ein anorganisches Wachstum eine sehr interessante Alternative dafür.

Das organische Wachstum beruht auf der Steigerung des Unternehmenspotentials aufgrund der Investitionen, die mit dem Eigenkapital des Unternehmens und Fremdkapital finanziert werden. Als ein Vorteil des inneren Wachstums gilt zweifelsohne die Tatsache, dass man sein Tempo auf individuelle Möglichkeiten des Unternehmens anpassen kann. Die Wahl dieses Weges erweist sich aber als eine langfristig leistungsorientierte Wahl, die dabei aufgrund der Finanzierung des Investitionsaufwands mit Eigen- bzw. Fremdkapital aus eigener Kraft sehr kostenintensiv ist.

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Anders sieht dagegen eine externe Weiterentwicklung des jeweiligen Unternehmens aus, die durch Übernahme anderer Subjekte auf dem Markt, Fusionen mit anderen Subjekten bzw. Anschaffung ihrer Aktiva, d.h. des materiellen und immateriellen Anlagevermögens bzw. eine Teilbetriebs erfolgt. Bei Einschlagung dieses Entwicklungsweges erhöhen die Unternehmen blitzschnell ihre Marktbeteiligung oder gewinnen den Zugang zum neuen Marktsegment, gewinnen weitere Absatzwege und vor allem erhöhen ihre Gewinne und Erträge. Fusionen oder Übernahmen, die zum anorganischen Wachstum führen, sind ein seltsames Instrument, durch welches die Unternehmen sehr schnell expandieren und auf dem Markt wettbewerbsfähig werden können. Es ist jedoch nur dann möglich, wenn man dafür einen entsprechenden Partner aus einer ähnlichen oder komplementären Branche wählt, die Transaktionsstruktur optimiert wird und wenn – was am wichtigsten ist – die Unternehmen miteinander problemlos integriert werden.

In der Regel assoziiert man die Fusionen oder Übernahmen mit dem Unternehmenswachstum, deswegen können sich manche darüber wundern, was Gemeinsames eine Übernahme bzw. eine Fusion mit den Umstrukturierungsprozessen hat. Eine Umstrukturierung ist oft negativ betrachtet. Sie gilt als ein umfassender Prozess, der einem Unternehmen bei Bewältigung seiner Schwierigkeiten verhelfen soll. In der Wirklichkeit gelten oft die Handlungen im Rahmen der Fusionen und Übernahmen als grundlegende Umstrukturierungsinstrumente. Dies betrifft z.B. Spaltung des Subjekts oder Verschmelzung von Unternehmen, Aufspaltung und Veräußerung des Teilbetriebs bzw. seine Umwandlung. Nicht nur sind die Fusionen und Übernahmen ein großartiges Instrument, das für das Unternehmenswachstum genutzt wird, sondern auch sie gelten als grundlegende Umstrukturierungsmaßnahmen, die u.a. Erhöhung der Rentabilität des Unternehmens, Modifikation der Unternehmensstrategie zur Steigerung seiner Effektivität oder Bewältigung der Schwierigkeiten im Unternehmen zum Ziel haben. Sie beruhen oft auf der Aufspaltung und Veräußerung des Teilbetriebs, Gewinnung eines Branchen- bzw. Finanzinvestors oder Verschmelzung der Unternehmen zur Erhöhung der Rentabilität, Erzielung von Synergieeffekten, Kostenoptimierung und zur Steigerung der allgemeinen Unternehmenseffektivität.

Die im Rahmen der Fusionen und Übernahmen durchgeführten Maßnahmen und Handlungen sind nicht nur eine Alternative für das Unternehmenswachstum und ein großartiges Umstrukturierungsinstrument, sondern auch eine Methode, um aus dem Geschäft völlig oder teilweise auszusteigen. Durch diese Handlungen können sich die Subjekte auf die Unternehmensnachfolge erfolgreich vorbereiten. Sie geben nämlich den Antrieb denjenigen Anteilseignern bzw. Aktionären, die nach dem mehrjährigen Aufbau ihres Geschäfts in das Rentneralter treten und aus dem Geschäft aussteigen möchten oder auch denjenigen, die in ihren besten Jahren sind und einfach ihr Geschäftsprofil und ihre Interessen ändern möchten. Es gibt viele Methoden für eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge oder die Abgabe einer vollen bzw. teilweisen Kontrolle über das Unternehmen. Die Anteilseigner bzw. Aktionäre können das gesamte Unternehmen oder einen Teil davon an einen Brancheninvestor veräußern, für ihr Unternehmen einen Brancheninvestor gewinnen oder ihr Unternehmen mit einem anderen Unternehmen verschmelzen lassen und die Kontrolle über das Subjekt übertragen, wobei sie sich daran weiterhin beteiligen. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die im Rahmen der Fusionen und Übernahmen durchgeführten Handlungen zahlreiche Anwendungen finden, deswegen lohnt es sich, sich mit diesem Thema vertraut zu machen, denn jede Führungskraft findet in diesem Bereich etwas für sich.

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