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Deutsch – polnische Wirtschaftszusammenarbeit weiterhin intensiv (Teil 1: Prolog)

Es ist kein Geheimnis, dass Deutschland der wichtigste Wirtschaftspartner Polens ist. Nach Angaben des Ministeriums für Unternehmertum und Technologie waren deutsche Verbraucher im Jahr 2018 die Abnehmer der ca. 28% durch Polen ausgeführten Waren und Dienstleistungen. Mit dem steigenden BIP Polens ist auch der Anstieg der Einfuhr aus Deutschland wahrnehmbar – ungefähr 22% der durch Polen eingeführten Waren und Dienstleistungen kommen gerade von unserem westlichen Nachbarn, was uns den 7. Platz unter den Ländern mit der größten Ausfuhr aus Deutschland einbringt.

Die Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen geht zusammen mit dem Anstieg der Anzahl der einheimischen Unternehmen, die ihre Marktposition an dem anderen Oderufer verdeutlichen und verstärken sowie mit der steigenden Anzahl der deutschen Unternehmen, die sich für Aufnahme bzw. Intensivierung ihrer Geschäftstätigkeit auf dem Gebiet Polens entscheiden.

Geschäftstätigkeit in Polen – Theorie vs. Praxis

Und in welcher Form üben ausländische Investoren ihre Geschäftstätigkeit in Polen aus? Meistens als Kapitalgesellschaften bzw. Zweigniederlassungen der ausländischen Gesellschaften, die aufgrund der polnischen Rechtsvorschriften handeln. Auf den ersten Blick scheint es nicht kompliziert zu sein – doch gehören sowohl Polen, als auch Deutschland der Europäischen Union an, welche die Rechtsordnung in den Mitgliedsländern in dem überwiegenden Teil determiniert. Soviel zur Theorie. In der Praxis erweist es sich, dass die rechtlichen Lösungen für bestimmte Branchen in den einzelnen Ländern unterschiedlich sind. Die Anpassung des Geschäfts an polnische Realien und die in Polen geltenden Rechtsvorschriften bedarf von dem ausländischen Investor einer großen Anstrengung. Die Ausübung der Geschäftstätigkeit in einem fremden Land wird auch durch die Dissonanz erschwert, die mit der Kommunikation in einer für den Investor fremden Sprache zusammenhängt (was besonders problematisch bei Kontakten mit polnischen Behörden ist) sowie auch durch kulturelle Unterschiede und fehlende Kenntnisse von gängigen Praktiken oder lokalen Bräuchen. 

Rolle des Beraters

Unter solchen Umständen ist die Unterstützung eines Experten unentbehrlich. Ein erfahrener Berater hilft sowohl die Probleme bezüglich der Aufnahme der Geschäftstätigkeit, als auch bezüglich ihrer Entwicklung und Fortsetzung gemäß den sich ändernden Vorschriften zu lösen. Den Geschäftsführern der ausländischen Gesellschaften wird der Schlaf nicht selten durch ein kompliziertes Rechtssystem, häufige Betriebsprüfungen bzw. Anforderungen in Bezug auf die Abrechnung und Überprüfung der steuerlichen Verbindlichkeiten geraubt. Weitere Probleme können dann erscheinen, wenn der ausländische Investor in Polen Mitarbeiter einstellen möchte.

Wichtig dabei ist, dass auf die meisten von diesen Problemen sowohl diese Subjekte stoßen können, die sich für Gründung in Polen einer festen Struktur in Form einer Gesellschaft bzw. Zweigniederlassung entscheiden, als auch diejenigen, die mit den polnischen Partnern nur gelegentlich kooperieren, ohne eigene Personalressourcen und technische Ressourcen an der Weichsel zu haben.

Obwohl dieser Beitrag nicht optimistisch klingen kann, ist zu beachten, dass sich die Wirtschaft in Polen trotz der häufig ungünstigen Umstände weiter sehr dynamisch entwickeln wird. Für jedes Problem kann man aber eine Lösung finden. Wie einmal Winston Churchill sagte: „ein Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit”.

Gerade mit dieser Idee versuche ich, in den weiteren Beiträgen die durch das German Desk-Team von RSM Poland ausgearbeiteten Lösungen darzustellen, die den Investoren, insbesondere den Unternehmen aus den deutschsprachigen Ländern bei der erfolgreichen Aufnahme bzw. Intensivierung ihrer wirtschaftlichen Aktivität in Polen in Bezug auf die komplizierten und sich ändernden rechtlichen und steuerlichen Regelungen helfen.