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Wie sind Fehler im Jahresabschluss zu korrigieren?

Leszek WOZIŃSKI
Junior Audit Manager bei RSM Poland

Ein Fehler im Jahresabschluss kann jedem Wirtschaftssubjekt passieren. Oft wird er erst nach dessen Unterzeichnung oder sogar Feststellung entdeckt. Gemäß dem Inländischen Rechnungslegungsstandard Nr. 7 sind alle Subjekte verpflichtet, die aufgedeckten Fehler zu korrigieren, unabhängig davon, ob sich diese auf das laufende Geschäftsjahr oder die Vorjahre beziehen.

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Betrifft der aufgedeckte Fehler den festgestellten Jahresabschluss, dann ist die Vornahme der Änderungen in diesem Dokument unmöglich. In solch einem Fall sind alle Korrekturen in den Büchern für das laufende Geschäftsjahr (d.h. für das Jahr, in dem der Fehler aufgedeckt wurde) zu erfassen. Der Fehler im Jahresabschluss ist in der Bilanz unter dem Posten „Gewinnvortrag (Verlustvortrag) – der die Erhöhung / Minderung des in den Vorjahren deklarierten Finanzergebnisses beeinflussende Wert” und korrespondierend unter dem Bilanzposten entsprechend der Fehlerursache (z.B. unter Rückstellungen, Verbindlichkeiten usw.) auszuweisen. Zugleich soll dieser Fehler in dem fünften Abschnitt der Zusätzlichen Informationen und Erläuterungen beschrieben und seine Höhe angegeben werden. Die aufgedeckten Fehler sind auch im Eigenkapitalspiegel auszuweisen, falls das Subjekt  zu dessen Erstellung verpflichtet ist.

Ein Fehler in einem nicht festgestellten Jahresabschluss kann man korrigieren, falls er das Bild des Subjekts, welches sich aus dem Abschluss ergibt, nicht wesentlich beeinflusst. Die Fehler gelten als wesentlich, wenn sie sich einzeln oder zusammen auf die Geschäftsentscheidungen auswirken, die von den Nutzern aufgrund von Jahresabschlüssen getroffen werden. Die entdeckten Fehler werden dann durch Öffnen der Bücher und Vornahme der Korrektureintragungen berichtigt.

Wird der Jahresabschluss für das jeweilige Geschäftsjahr bzw. für die Vorjahre durch den nach dessen Feststellung aufgedeckten Fehler nicht entstellt, so ist dieser Fehler als unwesentlich einzustufen. Wichtig ist jedoch, die unwesentlichen Fehler zusammen zu behandeln, weil ihre Summe zur Entstellung des Jahresabschlusses führen kann. Unwesentliche Fehler sind in den Büchern für das laufende Jahr zu erfassen und als laufende Geschäftsvorfälle zu behandeln.

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