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COVID-19: Hilfspaket 2.0

Die polnische Regierung hat weitere Maßnahmen zur Abwendung der Wirtschaftskrise wegen Covid-1, d.h. das Hilfspaket 2.0 vorgeschlagen. Die Staatshilfe soll sich von Kleinst- bis auf Großunternehmen erstrecken und insgesamt bei 100 Mrd. PLN liegen (25 Mrd. davon sollen für Großunternehmen bestimmt sein). Somit wurden die Stimmen von mehreren Unternehmen wahrgenommen, dass sowohl das Hilfspaket 1.0, als auch 1.1 nicht ausreichend seien und ihnen weitere drei Monate nicht durchhalten lassen.

Die Hilfsmittel für das Paket 2.0 sind durch den Polnischen Entwicklungsfonds (PFR) grundsätzlich durch die Ausgabe von Staatsanleihen zu beschaffen. An ihrer Verteilung werden sich auch kommerzielle Banken beteiligen. Die Mittel aus dem Hilfspaket 2.0 erhalten diejenigen Unternehmen, die zumindest einen Rückgang der Umsatzerlöse von 25% aufweisen. Die Hilfe soll aufgrund einer Erklärung gewährt und die Nutzung der Hilfsmittel nach 12 Monaten überprüft werden. Dabei sind für Verwirklichung des Förderungsziels vor allem die Fortführung der Geschäftstätigkeit und Erhaltung der Beschäftigung relevant.

Vorgeschlagene Grundsätze und Förderungsgrenzen im Rahmen des Hilfspakets 2.0:

  • Hilfe für Kleinstunternehmen in Form der durch kommerzielle Banken bereitgestellten Finanzmittel. Sie ist aufgrund einer Erklärung über den Rückgang der Umsatzerlöse zu gewähren. Bei einem Rückgang um 25-50% liegt der Zuschuss für einen bei dem jeweiligen Unternehmen beschäftigten Mitarbeiter bei 12 Tsd. PLN, bei einem Rückgang um 75% – bei 24 Tsd. PLN und bei einem Rückgang um mehr als 75% – bei 36 Tsd. PLN;
  • Hilfe für kleine und mittlere Unternehmen. Der durchschnittliche prognostizierte Zuschuss je Unternehmen liegt bei 1,9 Mio. PLN;
  • Hilfe für große Unternehmen. Grundsätzlich soll sie auf den für 2 Jahre gewährten Darlehen, nicht rückzahlbaren Zuwendungen und Kapitalmarktinstrumenten, darunter auf der Möglichkeit der Aktienübernahme durch PFR beruhen.

Wichtig ist, dass die im Rahmen des Hilfspakets 2.0 erhaltenen Kredite und Darlehen teilweise, d.h. sogar zu 75% des gewährten Betrags erlassen werden können. Nach vorläufiger Einschätzung nehmen ca. 300-400 Tsd. Unternehmen die Staatshilfe in Anspruch.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Hilfspaket 2.0 die durch den Markt erwarteten Lösungen mit sich bringt, welche die Liquidität der Unternehmen verbessern sollen, nämlich leicht zugängliche Kredite bzw. Darlehen, die teilweise erlassen werden können. Die Hilfsmittel sollen aufgrund von einfachen Erklärungen gewährt werden. Es ist umso wichtiger, dass je einfacher die Beantragung der Hilfe ist, desto größere Chance, dass sie an eine höhere Anzahl der hilfebedürftigen Unternehmen gelangt. Jetzt warten wir also auf bestimmte Rechtsvorschriften.

Leider lässt sogar eine so leicht zugängliche Hilfe nicht alle Unternehmen und Branchen retten, für die jetzt am wichtigsten ist, wann die Wirtschaft wieder anläuft. Und es ist jedoch von ganz anderen Faktoren abhängig.

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Sebastian GOSCHORSKI
Business Development Partner bei RSM Poland
Head of China Desk bei RSM Poland
e-mail: ekspert@rsmpoland.pl
tel. +48 61 8515 766
fax +48 61 8515 786