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MSSF/IFRS 16 – ein paar Worte über den neuen Standard (Teil 1)

Piotr STASZKIEWICZ
Audit Partner bei RSM Poland

Seit einigen Monaten beobachten wir eine erhöhte Aktivität von Unternehmen, was ihre Anfragen betreffend das Leasing und die Analyse der von ihnen geschlossenen Verträge über die Nutzung bestimmter Vermögenswerte - sei es in Form von Leasing oder Pacht/Miete - anbelangt. Die auftretenden Fragen haben die Entscheidung darüber beschleunigt, ein paar Einträge über den neuen Standard MSSF/IFRS 16 zu erstellen.

In diesem - d. h. ersten in der Reihenfolge - Artikel möchten wir Sie vor allem darauf aufmerksam machen, dass der neue Standard nicht nur für diejenigen Unternehmen, die Leasingverträge geschlossen haben (operatives Leasing oder Finanzierungsleasing), sondern auch für diejenigen gilt, die auch andere zivilrechtliche Verträge - z. B. Pacht-, Mietverträge etc. unterzeichnet haben. In jedem Fall ist der jeweilige Vertrag zu analysieren, in dem die Rechte an einem Vermögenswert (oder an einem wesentlichen Teil eines Vermögenswerts) für einen bestimmten Zeitraum gegen Gebühr übertragen werden. Somit sollte man sich nicht nach der Bezeichung (Titel) des geschlossenen Vertrags orientieren.

Die Praxis zeigt, dass Verträge, die häufig als Miet-, Pachtverträge oder Verträge über operatives Leasing bezeichnet wurden, per definitionem als diejenigen Verträge behandelt wurden, die wirtschaftsrechtlich gesehen der Definition des Finanzierungsleasings nicht entsprachen. Der Standard Nr. 17 (MSR 17/IAS 17), der ersetzt wird, hat auf gewisse Kriterien hingewiesen, die erfüllt werden mussten, damit der jeweilige Vermögenswert in der Bilanz des Leasingnehmers ausgewiesen werden konnte.

Zurzeit ändert MSSF 16 erheblich das Konzept der Prüfung von Verträgen im Hinblick auf die Notwendigkeit des Ausweises der Transaktion in der Bilanz des Leasingnehmers. Grundsätzlich übertragen die meisten geschlossenen Verträge die Rechte an Vermögenswerten gegen Gebühr auf den Nutzer, das heißt, die meisten Leasingnehmer/Mieter werden verpflichtet sein, das Recht, von dem die Gebrauch machen, in der Bilanz auszuweisen. Und wir sprechen hierbei nicht strikt von Vermögenswerten, sondern von dem Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts, welches entsprechend bewertet werden muss.

Unsere Mandanten stellen viele Fragen: Wird es jetzt - genauso wie vorher - Ausschlüsse von der Anwendung der MSSF 16-Grundsätze geben? Wie sind die Vermögenswerte (das Recht an den Vermögenswerten) nach den neuen Grundsätzen zu bewerten? Wie sind sie in der Bilanz auszuweisen? Was ist zu tun, wenn der Wert der Vermögenswerte in dem Mietvertrag nicht genannt wird? Was wird gemacht, wenn die Laufzeit des Vertrags 1 Jahr beträgt?

Wir versuchen, alle diese Fragen in den künftigen Einträgen zum Leasing nach dem neuen MSSF 16-Standard zu beantworten. Wenn Sie aber schon heute mehr dazu erfahren möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

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